Sprachförderung nach dem Denkendorfer Modell im Kindergarten

 

„Seit einem knappen Jahr bin ich ehrenamtlich als Sprachförderin
in einem Kindergarten an meinem Wohnort tätig. Ich darf eine
Gruppe von 6-8 Kindern im Alter von 3-6 Jahren
nach dem
Denkendorfer Modell fördern.

Es erfüllt mich mit großer Freude zu sehen, welche Fortschritte
die Kinder machen und mit wie viel Spaß sie bei der Sache sind.“

                                                >Daniela Weh<

 

Grundprinzipien der Sprachförderung nach dem Denkendorfer Modell:

1. Ganzheitliche Sprachförderung

Die Sprachförderung im Kindergarten erfolgt ganzheitlich im Handeln und Sprechen in
altersgerechten Spiel- und Lernsituationen unter Beteiligung möglichst vieler Sinne.

2. Förderung in kleinen Gruppen

Damit mehrsprachig aufwachsende Kinder und auch deutschsprachige Kinder mit besonderem
sprachlichen Förderbedarf möglichst schnell am Alltag der
Kindertageseinrichtung teilhaben und sich verständigen können, ist eine
regelmäßige Förderung von Anfang an sinnvoll.

Eine kleine Gruppe bietet den geeigneten Rahmen für sprachintensive Situationen.
Hier wird gewährleistet, dass die Kinder genügend Aufmerksamkeit
für ihr Sprechen bekommen.
Die Sprachförderkraft kann auf jedes Kind individuell eingehen, seine
Aussagen wiederholen und erweitern, ein korrektives Feedback geben,
interessiert nachfragen oder auch seine Bewegungshandlungen kommentieren und somit
die Aufmerksamkeit des Kindes auf die Sprache lenken.

3. Zusammenarbeit mit Erzieher/innen

Die Sprachförderung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Erzieher/innen.
Gegenseitiger und regelmäßiger Austausch ist notwendig,
damit Sprachförderung gelingt. Die Sprachförderkraft greift, wenn möglich,
die Themen der Gesamtgruppe auf und bietet den Kindern vielfältige Gelegenheiten,
sich diese Themen inhaltlich und sprachlich anzueigenen.

4. Interkulturelle Aussrichtung

Sprachförderung nach dem Denkendorfer Modell ist interkulturell ausgerichtet.
Die Sprachförderkraft zeigt Interesse und Wertschätzung an der
Herkunftssprache und -kultur der Kinder und ermutigt die Eltern intensiv mit
den Kindern in ihrer Muttersprache zu sprechen.

Zurück nach oben